Leinsamen Nebenwirkungen

Leinsamen NebenwirkungenLeinsamen sind ein beliebtes Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden und zählen aber auch zu den sogenannten Superfoods, da sie wertvolle Nährstoffe enthalten. Allerdings kann der kleine Powersamen auch unbeliebte Nebenwirkungen aufweisen, vor allem dann, wenn man bis jetzt noch nie Samen gegessen hat und sich nicht an die empfohlene Dosis hält. Leinsamen Nebenwirkungen sind kein Gerücht, da nicht jeder Körper gleich reagiert und bei der Einnahme einige wichtige Faktoren berücksichtigt werden müssen.

Wie gesund ist der Leinsamen?

Generell ist Leinsamen gesund, da er bei Verstopfung und auch gegen Durchfall helfen kann, er trägt mit zum Abnehmen bei und bereichert unsere Ernährung durch die enthaltenen Vitalstoffe. Den typischen Mangelerscheinungen bei einer falschen oder viel zu einseitigen Ernährung kann der Leinsamen vorbeugen. Allerdings hat Leinsamen auch einen verhältnismäßig hohen Fettgehalt und rund 400 Kalorien (100 Gramm).

Im Leinsamen sind nicht nur wichtige Vitamine und Mineralstoffe enthalten, sondern auch ca. 25 % Ballaststoffe, die für die Quellfähigkeit verantwortlich sind. Sie quellen also in unserem Magen auf. Es ist deshalb sehr wichtig, dass man bei der Einnahme von Leinsamen sehr viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Sie können bis zu einer 8-fachen Größe anschwellen, weshalb auch die Darmbewegung angeregt wird. Trinkt man zu wenig, dann kommt es zu unerwünschten Leinsamen Nebenwirkungen, da er uns noch mehr verstopfen kann!

Welche Leinsamen Nebenwirkungen gibt es?

Leinsamen NebenwirkungenBlähungen zählen mit zu den bekanntesten Leinsamen Nebenwirkungen. Dies ist vor allem bei Menschen der Fall, die nicht an die Einnahme von Samen gewöhnt sind, denn auch bei Flohsamenschalen kann genau der gleiche Effekt auftreten. Wer Medikamente einnimmt, muss ebenfalls auf die Leinsamen Nebenwirkungen achten. Leinsamen enthält Schleimstoffe, die die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen können, sie tragen zu einer gestörten Aufnahme im Blut mit bei. Arzneimittel sollten deshalb auf keinen Fall zusammen mit Leinsamen eingenommen werden! Es sollte mindestens ein zeitlicher Unterschied von einer Stunde vorhanden sein.

Im Leinsamen sind geringe Mengen an cyanogenen Glycosiden enthalten. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe der Blausäure, die auch in anderen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind. Cyanogene Glycoside zählen zu den Pflanzengiften, die beispielsweise in Mandeln, Sauerkirschen, Aprikosen, Maniok und auch in der Hirse vorkommen. Zu Leinsamen Nebenwirkungen kommt es allerdings nur dann, wenn zu viele Mengen davon verzehrt werden.

Wie ist die Dosierung von Leinsamen?

Die empfohlene Dosierung liegt bei 3 bis 5 Esslöffel täglich. Wer noch nie Leinsamen eingenommen hat, sollte erst einmal mit 1 bis 2 Esslöffeln anfangen und zu jedem Löffel ein großes Glas Wasser trinken, damit die Samen problemlos in den Magen-Darm-Bereich gelangen. Ein Esslöffel Leinsamen entspricht ca. 10 Gramm. Wenn der Samen mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen wird und auch kein Darmverschluss der Fall ist, dann kommt es normalerweise auch zu keinen Leinsamen Nebenwirkungen.

Wer sollte auf die Einnahme von Leinsamen verzichten?

Dosierung Leinsamen WirkungLeinsamen sind zwar ein ausgezeichnetes natürliches Heilmittel bei Verstopfung, aber sie sind für Kinder nicht unbedingt empfehlenswert, in den ersten Schwangerschaftsmonaten und auch nicht bei Herzerkrankungen oder Schluckproblemen. Wer sowieso schon überempfindlich auf Samen oder auf andere Lebensmittel reagiert, sollte ebenfalls auf die Einnahme verzichten.
Leinsamen Nebenwirkungen können allerdings auch entstehen, wenn er zusammen mit Abführmittel oder Medikamente gegen Durchfall verwendet wird, eine Darmentzündung der Fall ist oder bei Schluckbeschwerden. Wer nach dem Verzehr unter Erbrechen, Atemnot oder Brustschmerzen leidet, sollte unbedingt den Arzt aufsuchen.

Was kann bei einer Überdosierung passieren?

Bei einer Überdosierung kann es zu einer Cyanidvergiftung kommen, weshalb man sich unbedingt an die empfohlene Dosis halten sollte. Man geht allerdings davon aus, dass bei 100 Gramm Leinsamen ca. 20 mg Blausäure freigesetzt wird, das wären also etwa 10 Esslöffel voll! Außerdem sind für uns sowieso nur 1 bis 2 mg pro Kilo Körpergewicht gefährlich, wenn wir also als Beispiel 60 kg wiegen, dann wären das 60 bis 120 mg an Blausäure. Da sicherlich niemand freiwillig solche Mengen an Leinsamen verzehren wird, sollte es in dieser Hinsicht auch nicht zu Vergiftungserscheinungen kommen. Wer allerdings jegliches Risiko und Leinsamen Nebenwirkungen ausschließen möchte, kann den Samen auch vorher abkochen. Sie verdampft bereits bei ca. 25 °C, da sie wasserlöslich ist.

Ansonsten ist auch noch erwähnenswert, dass der goldene Leinsamen im Vergleich zum braunen Samen, eine viel bessere Quellfähigkeit hat und auch weniger Blausäure bildet. Geschroteter Leinsamen wird übrigens sehr schnell ranzig, was sich an einem starken Geruch bemerkbar macht. Er sollte in diesem Zustand nicht mehr verzehrt werden!

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